
Das im März 2008 revidierte Energiegesetz setzt im Bereich erneuerbare Energien für die Schweiz neue Massstäbe: So soll die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen bis im Jahr 2030 ge- genüber dem Stand von 2000 um 5’400 GWh erhöht werden. Die Windenergie wird zu diesem Zeit- punkt einen Beitrag von gut 10% oder rund 600 GWh leisten müssen, was einer installierten Leistung von ca. 400 MW oder 200 Windturbinen à 2 MW entspricht.
Mit der Montage der Anlagen auf dem Mont-Crosin (BE), auf dem Gütsch (UR) und in Le Peuchapatte (JU) drehen die Schweizer Windräder seit Ende 2010 mit einer Gesamtleistung von 42,27 MW und produzieren durchschnittlich 74 Mio. kWh sauberen Naturstrom pro Jahr – das entspricht dem Jahresbedarf von rund 21’000 Haushalten. Höchstmarken setzt die Schweiz nicht im Bereich Produktionsmenge, sondern mit Extremstandorten: Auf rund 2330 Metern über Meer steht der am höchsten gelegene Windpark Europas. Eine Auflistung der bestehenden und geplanten Windturbinen liefert das Faktenblatt.
Suisse Eole ist die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz. 1998 gegründet, hat sie zum Ziel, die raumplanerischen Rahmenbedingungen für Windenergie in der Schweiz zu verbessern, die Projektqualität sicherzustellen und Informationen zu den Chancen der Windenergienutzung zu vermitteln. Mittelfristiges Ziel ist die Produktion von jährlich 1500 GWh, was 2,5% des heutigen Stromverbrauchs entspricht.
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